Advantage Bayern

So titelt die Sun. Pray! schreibt die Sun außerdem, weil Rooney umknickte. Ich will nicht unsportlich sein, aber die Verletzung darf gern bis zum Rückspiel im Old Trafford anhalten.

Aber fangen wir endlich mit dem an, der echte Lorbeeren verdient hat. Das Duracell-Häschen hat Manchester United überrollt. Unglaublich, dieser Ivica Olic. Olic ist nicht nur ein ungläublicher Dauerläufer, um den sich nicht nur Mario Gomez zuweilen sorgen macht:

Manchmal steht er neben mir und ich denke, er stirbt gleich. Dann zieht er wieder 40 Meter zum Sprint an.  Ivi ist ein Verrückter!

(Mario Gomez über Stürmerkollege Olic)

In meinem letzten Beitrag erwähnte ich ja, dass ich lieber einen echten Goalgetter in der Nationalelf (nämlich Kevin Kuranyi) habe, als noch einen Fleißstürmer (etwa Cacau) mehr. Solche, die immer mannschaftsdienlich spielen und denen man nie böse sein kann für ihre Torflauten. Selbst Gomez ist zum Fleiß-Mann geworden, hat er mich doch anfangs noch aufgeregt durch dreiste Faulheit.

Doch Olic ist anders. Der macht die Dinger auch. Und der macht die entscheidenden Dinger. Und gestern, als ich mir mit meinem besten Freund die Stimmbänder rau brüllte (sorry an meine Nachbarn), war es das Ergebnis des unnachahmlichen Fleißes des Duracell-Häschens. Olic war nicht nur fleißig, er war bissig wie kein anderer, er war ein Titan im Sturm, er zeigte Kahns unglaublichen Ehrgeiz, er war quasi die doppelte Nummer Eins (Olic trägt die Rückennummer 11). Was ich sagen will: Der Kroate war nicht nur fleißig, bot sich an, lief viel, schaffte Räume - das tut ein Klose auch. Nein, der Stürmer brannte. Noch nie ist es mir so aufgefallen, dass ein Spieler einem sicheren Rückpass zum Torhüter so brachial hinterher stürmte. Das war Pressing gegen van der Sar. Und genau dieser Eifer sorgte dann auch für die Gelegenheit, Evra den Ball zu stibitzen, um ihn dann überlegt (!) in der 92. Minute einzunetzen.

Kurz gesagt, der Sieg war verdient, auch, wenn United die besseren Großchancen hatte.